Fragen und Antworten

Fragen & Antworten

Wieso bewerben Sie sich als Bürgermeister für Winterbach?

Ich mag Winterbach sehr, nicht zuletzt, weil ich hier groß geworden bin. Bei städtebaulichen Veränderungen die Wünsche der Bürger umzusetzen, treibt mich dabei am meisten an. Natürlich bewerbe ich mich aber auch deswegen, weil ich gerne einen sinnvollen Beruf ausüben möchte.

Was werden Sie bei einem Wahlerfolg als Erstes tun?

Sollte ich gewählt werden, so werde ich als Erstes meinem Sachbearbeiter im JobCenter erklären, dass es sich mit der Zusammenarbeit zukünftig erledigt hat. Aber natürlich habe ich noch andere Ideen: Ich möchte dort Brücken aufbauen, wo andere einen eisernen Vorhang errichten wollen. Eine russische Partnerstadt für Winterbach fände ich zukunftsweisend. Wir sollten ALLES tun, damit wir einer Zukunft entgegen gehen, die frei von Krieg ist! Und ich möchte gerne eine Stelle für einen Integrationsbeauftragten schaffen. 

Dazu möchte ich die Radwege ausbauen und mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche schaffen.

Was stört Sie?

Ich habe ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Was mich also konkret stört, ist jede Form von Ungerechtigkeit! Alle Menschen sind frei und gleich an Würde! ist ein Grundsatz. In der Religion heißt es: Du sollst Deinen nächsten Lieben, wie Dich selbst. Wie ist es da möglich, dass wir einen Gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro haben, aber Flüchtlinge für 1,50 Euro beschäftigt werden dürfen. Sind Flüchtlinge etwa von den hier geltenden Gesetzen ausgenommen? Muss man sich da wundern, dass diese Flüchtlinge unzufrieden werden, wenn sie derart ungerecht behandelt werden? 

Gleichzeitig stört es mich aber auch, dass Hartz4-Empfänger Wohnungstechnisch leicht in Not geraten können. Durch den Stopp des sozialen Wohnungsraumes gibt es praktisch fast keine Wohnungen, die bezahlbar sind. Eine Situation, die viel Sprengstoff beinhaltet.

Sind Sie etwa dafür, dass noch mehr Flüchtlinge nach Winterbach kommen sollen?

Absolut nicht! Winterbach hat ja bereits mehr Flüchtlinge aufgenommen, wie es müsste. Aber wir sollten überlegen, wie wir es schaffen, dass die Zahl der Flüchtlinge nicht weiter ansteigt. Zäune und Mauern halte ich für den falschen Weg. Vielleicht könnte es hilfreich sein, wenn wir uns für Frieden in den Herkunftsländern der Flüchtlinge stark machen. Hierzu gehört für mich ein sofortiger Stopp für Drohneneinsätze, bei welchen wahllos Menschen getötet werden.

Warum glauben Sie, dass Sie der richtige Bürgermeister für Winterbach sind?

Ich bin politisch engagiert und mische mich gern ein, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Dazu bin ich mutig und dreist genug, neue Wege zu beschreiten. Ich denke unkonventionell und fair. Ich habe Lebenserfahrung aus vielen Bereichen und konnte schon in allerlei Berufe hineinschnuppern. Ich vereine Kreativität und abstraktes, logisches Denken. Leider habe ich aber auch Fähigkeiten, die für einen Politiker ungeeignet sind: ich sage gern die Wahrheit und bin selbst eher bescheiden.

Wie stehen Sie zur Windkraft?

Die Energiegewinnung ist ein schwieriges Thema. Eine optimale Energiequelle suchen wir bislang noch immer. Um ein Atomkraftwerk zu ersetzen, brauchen wir mindestens 200 Windräder. Windräder haben einige schlechte Eigenschaften: Sie lassen die Sonne reflektieren und sie erzeugen Geräusche. Dadurch können sie in der unmittelbaren Nachbarschaft störend wirken.

Atomkraft hat aber auch gewisse Schattenseiten. Durch Atomkraft wird Leukämie und Krebs ausgelöst. Erkrankungsraten zeigen einen signifikanten Anstieg von Leukämie, je näher man sich wohntechnisch zu einem AKW befindet. Es ist also nötiger denn je, dass wir möglichst schnell den Ausstieg aus der Atomkraft schaffen! Nur so retten wir Leben!

Dafür sollten wir vielleicht auch ein Sonnenlicht reflektierendes Windrad akzeptieren.

Was halten sie von der Remstal Gartenschau 2019?

Ehrlich gesagt gefallen mir Wildnis und natürlicher Wald auch recht gut. Wer einen gepflegten Garten mag, soll sich ruhig darum bemühen. Die Gartenschau liefert dafür gewiss viel Material. Ich mag es so ein bisschen natürlicher eigentlich mehr. Da fühlen sich auch viele Tiere wohler.

Wie stehen Sie zur Gentechnik?

Ich halte gentechnisch veränderte Pflanzen und Lebensmittel für sehr gefährlich. Noch immer fehlen jegliche Langzeit-Tests. Um so mehr ärgert es mich, dass über die EU deutsche Gesetze ausgehebelt werden. Denn eigentlich hat Deutschland sehr vernünftige Gesetze...

Was haben Sie den anderen Mitbewerbern voraus?

Ich habe zu Beginn sämtliche Antipathie-Punkte eingesammelt, die es so gibt. Dafür kann ich jetzt ganz ruhig das Feld von hinten aufräumen. Es kann eigentlich nur noch besser werden.

Was haben Sie bisher falsch gemacht?

Ich habe keine Werbeagentur und keinen Beraterstab um mich herum, der mir dabei hilft, mich zu präsentieren. Dadurch habe ich einige Fehler begangen. So können mich die Bürgern aber umso ungefilterter kennen lernen.

Wieso glauben Sie, dass Sie ohne Studiengang für Verwaltungswissenschaften das Amt des Bürgermeisters kleiden können?

Ein Bürgermeister ist ein Teamplayer, ein Schnittpunkt zwischen geltenden Gesetzen, Spezialisten, dem Gemeinderat und den Bürgern, also immer das Produkt eines Teams. Ich sehe mich hier als Dienstleister am Volk. Sehen Sie: kein Bürgermeister kann einfach schalten und walten, wie er möchte. Er muss immer wenigstens den Gemeinderat mit ins Boot holen. Somit sind Überzeugungskraft und logisches Denken mehr denn je gefragt. 

Glauben Sie, dass Sie es schaffen, den Gemeinderat für Ihre Ideen zu begeistern?

Das weiß ich noch nicht. Aber ich kann ganz gut argumentieren. Etwas Sturheit besitze ich auch. Analytische Fähigkeiten und entsprechende Präsentationen werden mir da sicher helfen, dass ich meine Ziele erreichen kann.

Wie stehen Sie zum Hochwasser-Schutz?

Was gemacht werden muss, muss gemacht werden! Es ist doch von Vorteil, wenn Winterbach auf sintflutartige Regenfälle vorbereitet ist. Das geht auch mit meinem Verständnis fürs Leben retten einher. Was gemacht werden muss, muss gemacht werden.