Deine Probleme sind mir fremd, Deine Weltsicht ist es auch
Meine Interessen sind überleben, Moppedqualm und Rauch
Dir ist Dein Ansehen wichtig und was die Leute reden
Diese Gesellschaft – fuck – ich könnt mich übergeben
Deine Familie stärkt Dir den Rücken, darum beneide ich Dich sehr
Mein Lebensweg war etwas holprig, mitunter sogar schwer
Eigentlich wollte ich normal sein, unauffällig, weit im Hintergrund
Doch etwas hindert mich daran, (es ist) mein Verstand und mein Mund
Die Gassen, in welchen Du Dich fürchtest, dort bin ich Zuhaus
Die Menschen, denen ich vertraue, die schließt Du kategorisch aus
Die Musik, die Du hasst, die höre ich sehr gern
Deinem Wunsch-Urlaubsort bleibe ich für immer fern
Jetzt bin ich 38 und bemerke immer mehr
Diese Welt ist nicht mein Ort, ja sie macht mich sogar leer
Ich werde wohl bald gehen, leider, gehen müssen
Da hilft nur noch umarmen, umarmen und liebevoll küssen

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Gedichts war ich vielleicht nicht 38….

