Da gibt es viele Geschichten dazu zu erzählen. Diese Seite wird noch wachsen.

Am 17.03.1995 sollte REM mit ihrer Monster-Tour in der Hans-Martin-Schleyer-Halle spielen. Ich wollte endlich ein gewievter Geschäftsmann sein und kaufte 5 Karten für den Schwarzmarkt.

Doch der Drummer Bill Berry hatte am 01.03.1995 während eines Auftritts ein Schlägle (Gehirnblutung infolge eines geplatzten Hirnaneurysmas) und die Deutschland-Tour fiel ersatzlos aus. Ich konnte zwar die Karten wieder umtauschen, die Vorverkaufsgebühr war aber weg.
Investition: 5 × 52,- DM = 260,- DM
Geschäftsmodell: begehrte R.E.M.-Tickets auf dem Schwarzmarkt verkaufen
Risiko: REM ist garantiert ausverkauft, ein Gewinn ist eigentlich sicher
Unvorhersehbares Ereignis: Drummer bekommt eine Hirnblutung
Exit: Tickets müssen zurückgegeben werden
Rendite: Vorverkaufsgebühr wurde natürlich nicht erstattet
Als ich 2024 bei der Bürgermeister-Wahl in Winterbach mitmachen wollte, benötigte ich 10 Unterstützer-Unterschriften, also 10 Unterstützer aus dem Wahlkreis. Da ich in Winterbach einige Menschen kannte, dachte ich, dass diese Aufgabe keine Herausforderung für mich darstellen würde. Doch zu meiner Überraschung verweigerten mir einige Bekannte diese Unterstützung.
Und so ging ich in Winterbach frustriert ein Bier trinken. Weil ich in der Kneipe neu war, geriet ich mit den dortigen Leuten ins Gespräch. Und als sie merkten, dass ich gar nicht sooo uncool war, unterzeichneten sie die noch notwendigen Formulare.
Dabei waren aber zwei Unterzeichner, die in Winterbach gar nicht wahlberechtigt waren, wodurch meine Teilnahme als Bürgermeister-Kandidat 2024 schief ging.
Aber das war nicht die eigentliche Pechvogel-Geschichte, die ich erzählen wollte.
Die zusammengestellten Bewerbungsunterlagen mussten zu einer gewissen Frist auf dem Bürgermeister-Amt in Winterbach eingehen. Und da ich so lange keine Unterstützer-Unterschriften bekommen habe, habe ich diesen Antrag erst am Vorabend der gesetzten Frist fertig bekommen.
Zu Beweiszwecken fotografierte ich die gesamten Formulare mit meinem Handy ab. Und gegen 2:00 Uhr nachts setzte ich mich dann in strömendem Regen auf mein Motorrad, und fuhr von Schorndorf nach Winterbach zum Rathaus. Dort warf ich meine Unterlagen ein.
Der Regen war so heftig, dass daraus ein Hochwasser entstand, welches besonders zwischen Rudersberg und Schorndorf erheblichen Schaden angerichtet hat.
Auf dem Nachhauseweg waren meine Schuhe bereits mit Wasser gefüllt. Es war dunkel, kalt und extrem feucht. Weil zu dieser Zeit kein Mensch mehr auf der Straße war, fuhr ich mit leicht überhöhter Geschwindigkeit durch die 30er-Zone.
Dann passierte es: Ein Junge auf so einem elektrischen Scooter kreuzte meinen Weg. Er schoss vom Gehweg auf die Straße. Er wollte, wie ich auch, dem Regen schnell entkommen. Und während er sich unachtsam auf die Straße gewagt hatte, habe ich vielleicht die erlaubte Höchstgeschwindigkeit missachtet.
Der Rollerfahrer verbrachte das Wunder, dass er in der Vorwärtsbewegung plötzlich zur Vermeidung einer Kolission nach hinten absprang. Sein Roller kam mir allerdings in die Quere. Ich legte eine Bruchlandung hin, die sich gewaschen hatte.
Da der Asphalt nass und rutschig war, konnte ich mir das Betätigen der Bremse sparen. Durch diesen Umstand gingen jedoch auch meine Klamotten nicht kaputt. Nach dem Sturz tat mir einfach alles weh.
Der Roller-Fahrer meinte, dass ich nicht gerade langsam unterwegs gewesen sei. Er hatte recht. Er half mir, mein Motorrad wieder auf die Beine zu stellen und wir gingen beide unserer Wege.
Das Glück war, dass keine Personenschäden entstanden sind, außer meinen Schmerzen vielleicht.
Meine Nachforschungen haben ergeben, dass zu diesem Unwetter um ca 2:30 außer uns zwei beiden kein Mensch mehr in ganz Schorndorf auf der Straße war. Und dass wir uns dabei genau treffen mussten, das war definitiv Pech.
2008 wollte ich endlich mal in Urlaub fahren und zar nach Kroatien. Urlaub mit meinem Auto, einem Renault Mégane Scénic. Es war ein sparsamer Diesel, der eigentlich recht gut fuhr und ausreichend Platz lieferte.

Doch ein Marder hatte andere Pläne für mich. Er hat eine Manchette angeknappert, wodurch das Öl aus dem Getriebe entwich. Ohne Schmierung schaffte ich es von Stuttgart bis nach München.
Als ich merkte, dass das Auto nicht so fuhr, wie gewohnt, nahm ich die Ausfahrt nach München. Bei der Ortseinfahrt München zerschepperte mein Getriebe. Dadurch wurde der eigentlich als GÜNSTIG geplante Urlaub schweineteuer.
