der Morgen danach

Er öffnet die Augen, als die Helligkeit ihm den Schmerz ins Gehirn treibt. Sein Blick fällt auf eine Packung Aspirin und ein Glas Wasser nebenan auf dem Nachttisch. Er setzt sich langsam auf, nimmt eine Tablette mit etwas Wasser.
Auf einem Stuhl entdeckt er seine Klamotten sauber zurecht gelegt. Er trinkt das Glas mit Wasser aus und zieht sich langsam an. Jetzt bemerkt er den Zettel, auf welchem steht „Schatz, Dein Frühstück steht in der Küche. Ich bin einkaufen gegangen. Ich liebe Dich!“
Verwundert und schlaftrunken taumelt er in die Küche.
Dort steht ein perfektes Frühstück, wie man es sich wünscht. Selbst die Zeitung liegt griffbereit dabei. Verwirrt setzt er sich hin und genießt den Kaffee, schält das Frühstücks-Ei und beginnt zu essen.

Seinen Sohn begrüßt er beiläufig mit „Guten Morgen!“
Nach dem Frühstück fragt er seinen Sohn, ob er wisse, was gestern passiert sei. Der Sohn antwortet: „Paps, Du bist um drei Uhr früh heimgekommen und warst total besoffen. Im Wohnzimmer bist Du über einige Möbel gestolpert und hast das kleine Tischlein demoliert. Auf dem Weg ins Bad hast Du die Gardinen aus der Verankerung gerissen. Dann hast Du das ganze Bad vollgekotzt!“
Der Vater schaut sich um und entdeckt den zur Seite geräumten Tisch. Daneben liegt ein Vorhang, doch das Bad ist frisch geputzt.
Verwirrt fragt er weiter „aber warum ist dann hier alles so aufgeräumt und das Frühstück steht fertig auf dem Tisch?“ – „Ach das“ antwortet der Sohn, „als Mama Dich ins Schlafzimmer geschleift hat und aufs Bett gewuchtet hat und Deine Hose ausziehen wollte, da sagtest Du: HÄNDE WEG, DU SCHLAMPE, ICH BIN GLÜCKLICH VERHEIRATET!“