Kurdistan

Kurdistan ist ein Land zwischen dem Irak und der Türkei. Die genaue Größe des Landes ist nicht so ganz klar, da dieses Land sowohl von der Türkei als auch vom Irak aus angegriffen und bekämpft wird. Man schätzt es aber auf ca 500.000 km².

Zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von 357.582 km²

In meiner Jugend wurde dieses Land vom Irak aus mit Giftgas beschossen. Von der türkischen Seite her kamen die türkischen Soldaten und töteten die kurdischen Männer und Jungen und vergewaltigten die Frauen und Mädchen.

Die Kurden haben hierzulande verzweifelt versucht auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Zuerst verteilten sie Flyer in der Fußgängerzone, dann versammelten sie sich in Demonstrationen und hielten Kundgebungen, doch ohne Erfolg. All das half nichts.

Dann gingen die Kurden sogar noch einen Schritt weiter: Sie opferten ihr Leben, um auf die Probleme in ihrem Land aufmerksam zu machen. Sie übergossen sich mit Benzin und zündeten sich an.

Unsere Medien aber verweigerten sich eines Blickes auf das Land und der dort vorherrschenden Probleme. Dafür bezeichneten sie die Kurden, die sich hier für ihr Land opferten und sich verbrannten, einfach kurzer Hand als „Verrückte“.

Und so interessiert es heute immernoch kein Schwein, was in Kurdistan wirklich passiert. Das Land wurde noch nicht einmal als selbstständiger Staat anerkannt. Es existiert nicht.

Die PKK ist die Arbeiterpartei Kurdistans. Sie hat sich 1978 gegründet. Ihr Ziel war ein unabhängiges Kurdistan. Eine Abspaltung wird aber von der Türkei als Angriff auf deren Ländergrenzen gewertet. Deswegen arbeitet man mit dieser Partei nicht wirklich zusammen.

Als dann die PKK 1984 zum bewaffneten Kampf übergeht, stuft die Türkei die PKK als „terroristische Vereinigung“ ein. Die PKK ist fortan verboten. Doch der Kampf um Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte bleibt bestehen, so auch die PKK.

Die Wahl der Waffen: Die PKK kämpft mit den Mitteln des Krieges. Doch welche Wahl hat sie denn? In der Türkei wird ihr ja als terroristische Organisation kein Gehör zugestanden. Zudem werden die Kurden von der Türkei auf brutalste Art und Weise bekämpft und das schon seit 1923, also lange bevor die PKK zu den Waffen greift.

Seit ich auf der Welt bin verfolgt mich dieser Konflikt. Mit etwas mehr Respekt und Nächstenliebe wäre dieser Krieg leicht zu beenden. Doch die Welt scheint dafür noch nicht bereit zu sein.

Im Osmanischen Reich lebten die Kurden als eigenständige Stämme. Als 1923 die Türkei gegründet wurde, hat man die kurdischen Sprache, die kurdische Kultur und kurdische Namen verboten. Dies führte natürlich zu Aufständen, die brutal vom türkischen Militär niedergeschlagen wurden. Dersim 1937/1938 ging in die Geschichte ein.

Dersim nennt sich heute Tunceli. Dort wollte Mustafa Kemal Atatürk 1937 seinen Willen durchsetzen und die Region türkisieren. Nachdem diese Bemühungen zu scheitern drohten, verübte das türkische Militär ein Massaker. Es wurden Kurden und Aleviten hingerichtet, die türkische Luftwaffe hat Städte bombardiert und man hat Giftgas eingesetzt.

50.000 Menschen wurden ermordet. Überlebende wurden deportiert. Und über das Massaker wurde fortan nicht mehr gesprochen.

Während des Irak-Iran-Krieges (1980-1988) unterstützten die Kurden den Iran im Kampf gegen Saddam Hussein. Dieser rächte sich dafür am 16.03.1988, indem er die Kurden in Halabja (Nordirak) mit Giftgas angriff. Bei diesem Angriff starben 5.000 Kurden und weitere 8.000 bis 10.000 wurden verletzt.

Dies war Teil der Anfal-Operation (1986-1989), bei welcher Saddam Hussein 180.000 Kurden ums Leben brachte. Kurdische Dörfer wurden zerstört, um so die Identität zu zerstören. Männer und Jungs wurden umgebracht, Frauen und Mädchen vergewaltigt und verschleppt.


Wenn Sie mich jetzt für einen Türken-Hasser halten, so haben Sie nicht kapiert, worum es mir geht. Es geht mir um Respekt und ein friedliches Miteinander. Sobald man sich öffentlich zu irgend etwas äußert, macht man sich angreifbar. Ich bin so frech, so frei und äußere mich.


Ein fettes Dankeschön! geht raus an all die Türken, die immer angehalten haben, wenn ich mit meinen alten Autos mal eine Panne hatte. Ich hab eigentlich fast nur alte Autos gefahren und deswegen auch einige Pannen gehabt. Ich erinnere mich gern. Meist kam der Satz „Ah, das Automodell hatte ich auch mal.“ und Schwups, kannten sich diese Leute mit meinen Autos aus und halfen mir.